Tipps und Tricks rund um Weidezaun & Co.
Nachfolgend haben wir Ihnen eine Auswahl an häufig gestellten Fragen und den entsprechenden Antworten zusammengestellt.
Die Liste wird regelmäßig auf den neusten Stand gebracht, sollten Sie dennoch eine Frage haben, die wir Ihnen hier nicht beantworten können – kein Problem!
Rufen Sie uns gerne an und wir helfen Ihnen weiter. Unsere Telefonnummer: (0481) 683 762 28
- wenn Sie Ihr Pferd scheren möchten, dann sollten Sie sich mindestens 2 Stunden Zeit dafür nehmen
- am günstigsten ist ein Zeitpunkt an dem Ihr Pferd ruhig und vielleicht etwas müde ist
- vermeiden Sie es das Pferd direkt nach dem Reiten zu scheren, da das Fell noch feucht ist und sich kaum scheren lässt
- vor dem Scheren sollten Sie das Pferd mit einer Wurzelbürste abbürsten, um Schmutz und verklebte Stellen zu entfernen
- legen Sie eine Kardätsche bereit, um zwischendurch die losen Haare abzubürsten
- empfehlenswert ist die Schermesser sowie die Schermascine vorm Scheren zu ölen
- die Schermaschine sollte bereits in der "Luft" eingeschaltet sein, damit sich das Pferd an das Geräusch gewöhnen kann
- es sollte an einer unempfindlichen Stelle mit dem Scheren begonnen werden (z.B. Hals oder Kruppe)
- Scheren Sie in möglichst langen Zügen gegen den Strich und probieren Se aus, welche (Schermesser)-Einstellung sich am besten eignet
- achten Sie auf die richtige (Ein)-Stellung der Schermesser
- bedenken Sie, dass nicht jede (Schermesser)-Einstellung für das ganze Pferd geeignet ist
- sollte das Scheren an einer Stelle schwer werden, bitte die Schermesser nachjustieren
- zwischendurch sollten die Schermesser und die Schermaschine sowie das Pferd immer wieder von losen Haaren gereinigt werden
- das Nachölen der Schermaschine wärend der Schur nicht vergessen
Die richtige Schermesserstellung:

Richtig - das Untermesser muss ca. 1,0 - 1,5mm unter dem Obermesser hervorstehen.

Falsch - die Obermesser schliessen fast mit dem Obermesser ab bzw. die Zähne von Ober- und Untermesser liegen auf einer Höhe.
Allgemeine Informationen
Der Elektrozaun besteht im wesentlichen aus 4 Komponenten:
- dem Elektrozaungerät / Weidezaungerät
- dem Zaundraht
- den Isolatoren
- dem Erdstab
Die grundlegende Wirkungsweise eines Elektrozauns liegt in dem Respekt des Tieres gegenüber dem elektrischen Schlag, dem das Tier beim Berühren des Zauns ausgesetzt ist. Diese elektrischen Schläge sind für Mensch und Tier ungefährlich, lösen aber Angst vor dem abermaligen Berühren aus.
Diese Wirkungsweise funktioniert bei allen Tierarten und wird daher sowohl für die Tierhaltung als auch zur Abwehr von Tieren benutzt.
Funktionsweise des Elektrozauns
Übersicht „Funktionsweise Elektrozaun, Anschluss Weidezaungerät und Muster Erdung“

Wenn das Tier den Zaundraht berührt, wir der Stromkreis geschlossen und der elektrische Strom fließt durch das Tier und die Erde zurück zum Weidezaungerät. Das Tier erhält dadurch einen ungefährlichen, zugleich für das Tier aber unangenehmen Stromschlag und weicht zurück.
Dieser Stromschlag, den das Tier beim Berühren des Elektrozauns erhält, löst beim dem Tier Respekt und Angst vor dem abermaligen Berühren aus und sorgt im Normalfall dafür, dass das Tier die Barriere des Zauns nicht mehr zu überschreiten versucht.
Der Stromkreis kann aber z. B. auch durch Bewuchs am Zaun oder Äste auf den Drähten geschlossen werden, so dass an dieser Stelle Strom abfließt und weniger Spannung am Zaun anliegt.
Deshalb ist darauf zu achten, dass der Elektrozaun so gut wie möglich von Bewuchs befreit ist. Sollte dies nicht möglich sein, ist darauf zu achten, dass ein entsprechend starkes Weidezaungerät verwendet wird, um eine ausreichende Spannung zu erzeugen und dafür zu sorgen, dass neuer Bewuchs schon beim Heranwachsen an den Zaun verbrannt wird.
Das schwächste Glied in diesem Kreislauf beeinflusst die Hütsicherheit (min. 2000 Volt Spannung laut VDE) des Elektrozauns, aus diesem Grund ist darauf zu achten, das das Weidezaungerät, die Isolatoren, der Zaundraht, die Zuleitungen und Verbindungen sowie die Erdung einwandfrei sind, um eine optimale Funktionsweise des Zauns zu gewährleisten.
- die Zaunanlage sollte möglichst frei von Bewuchs gehalten werden, da der Bewuchs die Ausgangsspannung des Weidezaungeräts beeinflusst und speziell bei Batteriegeräten zu einem erhöhten Stromverbrauch führt
- eine optimale Erdung ist ein wesentlicher Faktor für einen funktionierenden Elektrozaun (Erdung sollte möglichst tief sein, mindestens 1 Meter, es sollten mehrere Erdstäbe verwendet werden, achten Sie auf eine gute elektrische Verbindung zwischen Weidezaungerät und Erdstab)
- Kordeln, Breitbänder oder Kunststofflitzen nicht durch Knoten verbinden – verwenden Sie entsprechende Verbinder
- Zaundraht darf nicht ge- bzw. unterbrochen sein
- setzen Sie Leitermaterial mit möglichst guter Leitfähigkeit, d.h. geringen Widerstand, ein
- veraltete oder defekte Isolatoren sind ungeeignet, da sie zu starkem Leistungsverlust führen, ersetzen Sie diese durch neue
- auf eine optimale Verbindung zwischen dem Weidezaungerät und dem Zaun ist zu achten (bei unterirdischen Zuleitungen ist hochspannungsfestes Kabel zu verwenden)
- bei Batteriegeräten ist der Batteriezustand regelmäßig zu kontrollieren
- auf die Einhaltung der Hütesicherheit von mindestens 2.000 Volt an jedem Punkt des Zauns ist zu achten (Zaunprüfer zum regelmäßigen Testen verwenden)
- bei schwer zu hütenden Tieren sollten mindestens 3.000 Volt an jedem Punkt des Zauns erreicht werden
- Elektrozäune sind bei richtiger Installation und Bedienung vollkommen ungefährlich für Mensch und Tier, aus diesem Grund ist eine regelmäßige Kontrolle und Wartung des Elektrozauns sowie des Weidezaungeräts und der Zuleitungen unerlässlich
Definition Hütesicherheit
Ein Zaun, der an jeder Stelle eine Mindestspannung von 2000 Volt aufweist, wird in Deutschland als hütesicher betrachtet. Jeder Betreiber einer Zaunanlage ist verpflichtet, seine Zaunanlage zu überwachen und regelmäßig zu kontrollieren. Eine Zaunanlage gilt als hütesicher, wenn von ihr keine Gefahr für Menschen, Tiere oder Sachen ausgeht. Erwerbsmäßige Tierhalter müssen bei Schadensersatzansprüchen nachweisen (nach § 833 BGB), dass bei der Errichtung und dem Betrieb des Elektrozauns die erforderliche Sorgfaltspflicht nicht verletzt wurde.
Leicht zu hütende Tiere
Für leicht zu hütende Tiere, wie Rinder mit kurzem Fell, Pferde, Schweine und andere Haustiere, reicht eine Hütespannung von mindestens 2.000 Volt, die überall am Zaun vorhanden sein muss.
Schwer zu hütende Tiere
Für schwer zu hütende Tiere, wie Schafe oder Highland-Rinder (Tiere mit dichtem Fell) oder auszuzäunende Wildtiere, wird eine Hütespannung von 4.000 Volt empfohlen, die überall am Zaun anliegen muss.
Die richtige Erdung des Weidezaungeräts ist ein wichtiger Faktor für die einwandfreie Funktion des kompletten Elektrozauns.
Damit das Weidezaungerät seine volle Leistungsfähigkeit entwickeln kann, ist es wichtig, für eine ausreichende Erdung zu sorgen bzw. die Erdung (speziell bei sandigen, steinigen oder trockenen Böden) richtig zu dimensionieren.
230 Volt Netzgeräte und 12 Volt Batteriegeräte
- 1-3 Erdstäbe (je nach Entlade- / Impulsenergie)
- Länge der Erdstäbe: 1-2m
- Abstand zwischen den einzelnen Erdstäben: 2-3m
9 Volt Batteriegeräte
- 1 Erdstab
- Länge der Erdstäbe: 1-2m
Bei sandigen, steinigen oder trockenen Böden sind zusätzliche Erdstäbe zu empfehlen und die Erdung sollte regelmäßig auf ihre Funktion überprüft werden. Es sollten verzinkte oder nicht rostende Erdstäbe verwendet werden, da Rost isolierend wirken kann.
Die Leistungsfähigkeit eines Weidezaungerätes unterscheidet man im wesentlichen durch drei wichtige Leistungsangaben bzw. - merkmale:
Spannung bei Belastung (in Volt)
Wichtig hierbei ist nicht die Spannung, die ein Weidezaungerät im Leerlauf (ohne Belastung) abgibt, sondern die Spannung bei Belastung mit 500 Ohm (500 Ohm entsprechen der Belastung durch eine Tierberührung).
Nach VDE-Vorgaben muss die Mindestspannung bei Belastung 2.000 Volt betragen, um die Hütesicherheit zu gewährleisten, zu empfehlen ist aber eine Mindestspannung von 3.000 Volt.
Entlade- oder Impulsenergie (in Joule)
Dies ist die maximale Energie des Impulses, den das Weidezaungerät an den Zaun abgeben kann (je nach Qualität der Erdung), d.h. je höher die Entlade- oder Impulsenergie, desto stärker ist der elektrische Schlag für das Tier und desto leichter wird neuer Bewuchs verhindert bzw. vernichtet.
Ladeenergie (in Joule)
Hierbei handelt es sich um die Energie, die das Weidezaungerät aus der Steckdose bzw. der Batterie aufnimmt und intern speichert.
Des weiteren unterscheiden sich Weidezaungeräte durch die Art ihrer Spannungsversorgung.
Es gibt folgende Arten von Weidezaungeräten:
- 230 Volt Netzgeräte (Wechselstrom aus der Steckdose)
- 12 Volt Batteriegeräte (Gleichstrom aus einem Akku: z.B. Autobatterie)
- 12 Volt Batteriegeräte (Gleichstrom aus Solarzellen und speziellem Akku)
- 9 Volt Batteriegeräte (Gleichstrom aus nicht aufladbaren Batterien)
Entscheidend für die Anschaffung des richtigen Weidezaungeräts sind viele Faktoren. Zuerst sollte überprüft werden, welche Möglichkeiten des Anschlusses gegeben sind und welche Tierart gehütet bzw. abgewehrt werden soll.
230 Volt Netzgeräte (Wechselstrom aus der Steckdose)
- + günstig im Verbrauch
- + hohe Leistungsstärke
- + relativ günstiger Anschaffungspreis (je nach Ausstattung und Leistung)
- + hoher Bedienkomfort
- + dauerhafte und zuverlässige Stromversorgung des Zauns
- – Abhängigkeit vom 230 Volt Netzanschluss
- – geringe Mobilität
12 Volt Batteriegeräte (Gleichstrom aus einem Akku: z.B. Autobatterie)
- + vertretbare Energiekosten
- + hohe Leistung
- + Mobilität
- – Wartungsaufwand für das Nachladen des Akkus hoch
- – häufiger Austausch des Akkus (alle 6 – 18 Wochen je nach Geräteleistung)
12 Volt Batteriegeräte (Gleichstrom aus Solarzellen und speziellem Akku)
- + günstige Energiekosten
- + Mobilität
- + umweltschonend durch wiederaufladbaren Spezialakku
- + Akku wird auch bei normalem Tageslicht geladen
- + dauerhafte und zuverlässige Stromversorgung des Zauns
- – höherer Anschaffungspreis
9 Volt Batteriegeräte (Gleichstrom aus nicht aufladbaren Batterien)
- + günstige Anschaffungskosten
- + hohe Mobilität
- + Bedienkomfort
- + Handlichkeit
- – hohe Energiekosten (durch nicht wieder aufladbare 9 Volt Trockenbatterien)
- – geringe Leistungsstärke (im Vergleich zu 230 Volt Netz- und 12 Volt Batteriegeräten)
- Legen Sie zunächst den Verlauf Ihres Zaunes fest und beachten Sie dabei Ihre Grundstücksgrenzen und die gesetzlichen Vorschriften. Der Pfostenabstand soll etwa 2,30 - 2,50 m betragen. Streben benötigen Sie an Anfangs- und Endpfosten, an jedem Winkel und bei besonders langen Zäunen auf gerader Strecke, je nach Zaunhöhe alle 30 - 35 m.
- Erstellen Sie das erste Fundamentloch (ca. 30 x 30 cm im Quadrat - Tiefe je nach Zaunpfahllänge, frostsicher) und beachten Sie, daß der untere Spanndrahthalter des Zaunpfostens im montierten Zustand möglichst dicht über dem Boden liegt.
- Jeder Anfangspfosten muß mit einer Strebe gestützt werden. Der Winkel, in dem die Strebe angebracht wird, soll mit dem Verlauf des Drahtzaunes übereinstimmen. Deshalb die Strebe lose montieren und an der Stelle, an der die Strebe auf den Erdboden trifft, ein zweites Fundament ausheben, mit Beton vergießen und am Zaunpfahl festschrauben.
- Den Vorgang des Pfosteneinsetzens beim Endpfosten wiederholen.
- Mit einer, durch die oberen Spanndrahthalter gezogenen Richtschnur die genaue Flucht und die Höhe der jeweiligen Zwischenpfosten festlegen.
Einbetonieren der Pfosten, wie vorstehend beschrieben. - Erst wenn alle Pfosten und Streben einbetoniert sind und der Beton ganz abgebunden hat, kann die Arbeit weitergehen.
Die Tierart spielt eine wichtige Rolle bei der richtigen Geräteauswahl, denn bei schwer zu haltenden Tieren wie z.B. Bullen, Schafen, Ziegen und Federvieh sollten leistungsstarke Weidezaungeräte verwendet werden.
Bei eher leicht zu haltenden Tieren wie z.B. Rindern, Pferden, Schweinen oder Haustieren können bei gleicher Zaunlänge Geräte mit geringerer Leistung eingesetzt werden.
Die richtige Wahl des Weidezaungerätes ist also abhängig von der jeweiligen Tierart sowie der Länge des Elektrozauns und den Bewuchsverhältnissen am Zaun. Wählen Sie daher ein Weidezaungerät mit einer ausreichenden Entladeenergie und ausreichend hoher Spannung bei Tierberührung.
- Geräte mit einer Entladeenergie von bis zu 1,00 Joule eignen sich für kurzhaarige und leicht zu hütende Tiere, für kurze Elektrozäune mit keinem bis geringem Bewuchs
- Geräte mit einer Entladeenergie von bis zu 3,00 Joule eignen sich für mittelschwer zu hütende Tiere, für mittlere Zaunanlagen mit normalem Bewuchs
- Geräte mit einer Entladeenergie von bis zu 5,00 Joule eignen sich für langhaarige und schwer zu hütende Tiere, zur Wildabwehr und sind bei langen Zaunanlagen und starkem Bewuchs einsetzbar
Wichtig ist es ebenfalls auf eine ausreichende Spannung (mindestens 2.000 Volt) zu achten, damit das Fell des Tieres als Widerstand überbrückt wird. Hierbei ist immer der Spannungswert bei Tierberührung (Spannung bei 500 Ohm) wichtig und nicht die Leerlaufspannung.
Bei langhaarigen und schwer zu hütenden Tieren ist eine Mindestspannung von 3.000 – 4.000 Volt empfehlenswert, bei kurzhaarigen und leicht zu hütenden Tieren reicht ein geringer Wert (2.000 – 2.500 Volt) hingegen aus.
Übersicht empfohlene Zaunhöhen und die Anzahl der Leiter bei den jeweiligen Tierarten
| Tierart | Höhen | Anzahl der Leiter | |
| Kleinpferde und Ponys | 120cm | 2-3 Drähte | ![]() |
| 75cm | |||
| 45cm | |||
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| Großpferde |
140cm | 2-3 Drähte | ![]() |
| 95cm | |||
| 50cm | |||
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| Rinder und Mutterkühe | 100cm | 2 Drähte | ![]() |
| 70cm | |||
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| Kühe |
95cm | 1-2 Drähte | ![]() |
| 60cm | |||
| 50cm | |||
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| Ziegen |
105cm | 4-5 Drähte | ![]() |
| 80cm | |||
| 60cm | |||
| 45cm | |||
| 30cm | |||
|
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| Schafe |
90cm | 3-4 Drähte | ![]() |
| 65cm | |||
| 45cm | |||
| 30cm | |||
|
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|||
| Geflügel |
85cm | 3-4 Drähte | ![]() |
| 60cm | |||
| 40cm | |||
| 20cm | |||
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| Schweine |
75cm | 2-3 Drähte | ![]() |
| 45cm | |||
| 20cm | |||
|
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| große Hunde |
85cm | 2-4 Drähte | ![]() |
| 65cm | |||
| 45cm | |||
| 25cm | |||
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| kleine Hunde |
60cm | 2-3 Drähte | ![]() |
| 30cm | |||
| 10cm | |||
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| Katzen |
60cm | 3-4 Drähte | ![]() |
| 45cm | |||
| 30cm | |||
| 15cm | |||
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| Rehwild |
140cm | 4-5 Drähte | |
| 105cm | |||
| 75cm | |||
| 45cm | |||
| 30cm | |||
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| Rotwild |
150cm | 4-5 Drähte | |
| 125cm | |||
| 95cm | |||
| 65cm | |||
| 30cm | |||
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| Wildschweine |
80cm | 2-3 Drähte | |
| 50cm | |||
| 20cm | |||
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Der Zaun / Die Zaunlänge
Entscheidend bei der Auswahl des Weidezaungerätes ist neben dem Bewuchs auch die Zaunlänge, denn Elektrozäune mit großen Längen können nur mit gut leitfähigen Zaundrähten und entsprechend starken Weidezaungeräten funktionieren.
Die Zaunlänge ist die einfache Länge der Zaunanlage, mehrdrähtige Zaunanlagen transportieren bei gleicher Zaunlänge den Strom besser als eindrähtige Zaunanlagen, vorausgesetzt sie sind in regelmäßigen Abständen untereinander verbunden.
Deshalb sollte bei der Auswahl der Zaunmaterialien darauf geachtet werden, dass Zaunmaterialien mit einer sehr guten Leitfähigkeit eingesetzt werden, denn je geringer der Widerstand, desto häher ist der Stromfluss.
Besonders bei langen Zaunanlagen ist darauf zu achten, dass der Stromfluss nicht durch „schlecht“ leitendes Zaunmaterial beeinflusst oder gar erheblich reduziert wird, denn das stärkste Weidezaungerät kann nur so stark sein, wie das schwächste Glied in der Kette. Achten Sie deshalb bei der Auswahl der Zaunmaterialien darauf, dass diese reißfest sind und einen möglichst geringen Widerstand haben und dass die verwendeten Isolatoren, Weidezaunpfähle und Torgriffe hochspannungsfest sind.
Die bei unseren Weidezaungeräten angegebenen Zaunlängen sind die theoretischen Maximallängen, die sich je nach Leitermaterial und Bewuchs verringern können.
Elektrozäune mit großen Längen können nur mit gut leitfähigen Zaundrähten funktionieren. Bei der Verwendung von 2,0mm starken Stahldrähten sind bei 4-drähtigen Zäunen ohne Bewuchs in der Praxis Zaunlängen bis ca. 120 km darstellbar. Bei nur eindrähtiger Ausführung mit dem gleichen Draht verringert sich die maximal mögliche Länge schon auf 30 km. Sollten Sie nur eine Kunststofflitze mit 3 x 0,16mm Ø Niroleitern verwenden, verringert sich die maximal mögliche Zaunlänge auf ca. 100m. Bei Bewuchs am Zaun verringern sich diese Zahlen nochmals deutlich.
Dies ist bei der Geräteauswahl sowie bei der Auswahl der Zaunmaterialien unbedingt zu beachten, denn nur die richtige Geräteauswahl sowie die Auswahl der richtigen Zaunleiter sorgen bei größeren bzw. längeren Zaunanlagen für die maximale Leistung bis zum Zaunende.
Definition Leitfähigkeit
Mit Hilfe des Ohmschen Gesetzes lassen sich die 3 Größen (Spannung, Strom und Widerstand) eines Stromkreises berechnen, wenn mindestens 2 davon vorliegen.
Legt man an eine Spannung einen Widerstand, so fließt durch diesen Widerstand ein bestimmter Strom:
- geringer Widerstand = hoher Stromfluss
- hoher Widerstand = geringer Stromfluss
Je geringer der bei dem Zaunleitermaterial (Kordel, Breitband, Litze) angegebene Ohmwert, desto besser ist die Leitfähigkeit.
- 0,05 Ohm/m → sehr gute Leitfähigkeit
- bis 0,5 Ohm/m → gute Leitfähigkeit
- bis 5,0 Ohm/m → mittlere Leitfähigkeit
- bis 15,0 Ohm/m → schlechte Leitfähigkeit
Der Bewuchs
Zwischen folgenden Bewuchssituationen wird unterschieden:
- kein Bewuchs → kein Kontakt zwischen Bewuchs und Zaunanlage
- leichter Bewuchs → ab und zu Kontakt zwischen Bewuchs und Zaunanlage
- normaler Bewuchs → fortlaufender Kontakt zwischen Bewuchs und Zaunanlage
- starker Bewuchs → die Zaunanlage verläuft komplett im Bewuchs
Aufgrund der oben genannten Bewuchssituation sollte das Weidezaungerät ausgewählt werden.
Die Eider Weidezaungeräte mit hohen Entlade- / Impulsenergien sind allesamt bewuchsvernichtend und verhindern, dass neuer Bewuchs an die Zaunanlage heranwächst.
Informationen und Hinweise
- Weidezaungeräte dürfen eine maximale Zaunspannung im Leerlauf von 10.000 Volt haben, bei Berührung nicht über 5.000 Volt
- die minimale Zaunspannung darf nicht unter 2.000 Volt liegen
- der Impulsabstand muss mindestens 1 Sekunde betragen
- die maximale Entladeenergie bei Berührung darf nicht mehr als 5 Joule betragen (entspricht einem maximalen Entladestrom bei Berührung von nicht mehr als 10 A
- Weidezaungeräte, welche diese Vorgaben nicht oder nicht mehr einhalten, dürfen nicht in Betrieb genommen werden oder in Betrieb gehalten werden
- liegt ein Elektrozaun in der Nähe von Verkehrswegen, so ist eine Kennzeichnung erforderlich
- diese Kennzeichnung ist im Abstand von nicht mehr als 100 Metern anzubringen
- für diese Kennzeichnung eignen sich am besten Warnschilder, deren Grundfläche auf beiden Seiten gelb ist und die eine Mindestgröße von 200mm Breite und 100mm Höhe haben
- diese Warnschilder müssen ein Bildzeichen und einen Warnhinweis mit dem Text „Vorsicht! Elektrozaun“ bei einer Schriftgröße von mindestens 25mm enthalten
- die Beschriftung muss dauerhaft ausgeführt sein
- Elektrozäune an Verkehrswegen ohne eine entsprechende Kennzeichnung dürfen nicht betrieben werden
- beachten Sie die Aufbauhinweise und Vorschriften zur Errichtung einer Zaunanlage, die jedem Weidezaungerät beiliegen
Weitere Hinweise zu Ladeenergie und Entladeenergie
- hohe Ladeenergien können irreführend sein, denn diese Angabe gibt lediglich an, welche Energie das Weidezaungerät während des Ladevorgangs aus der jeweiligen Energiequelle (Netz 230 Volt, Batterie oder Akku) entnimmt
- die maßgebliche Größe für den Vergleich eines Weidezaungeräts ist daher die Entladeenergie, denn diese Angabe ist die tatsächlich an den Elektrozaun abgegebene Energie









